X:enius im TV
Diese Woche
Sehen Sie die Themen der aktuellen Sendungen:
Traumata – Wie lassen sie sich überwinden?
Montag, 7.5.12, 8:25 • Dienstag, 8.5.12, 13:00 • Mittwoch, 9.5.12, 17:55
Für Menschen, die gefährlichen und angstbesetzten Situationen ausgesetzt waren, kann die Erinnerung zur Qual werden. Die Bilder der traumatischen Erlebnisse lassen die Betroffenen oft nicht los und machen ihnen über Flashbacks und Alpträume das Leben zur Hölle. Treffen kann es jeden, doch gibt es Menschen die eher anfällig sind für eine posttraumatische Störung als andere? Und wie können Traumatisierte in die Normalität zurückfinden?
“X:enius” zeigt verschiedene Ansätze der Bewältigung: von der psychologischen Verhaltenstherapie bis zur “Vergessens-Pille”. Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard fahren nach Duisburg, wo bei der Loveparade 2010 durch eine Massenpanik 21 Menschen starben. Hier treffen sie eine Frau, die diesen Tag miterlebt hat und noch immer unter ihren traumatischen Erfahrungen leidet. Gemeinsam mit ihrer Psychologin wagt sie sich zurück in den Tunnel, in dem sich die Katastrophe ereignete. Trauma und Aufarbeitung werden in diesen Aufnahmen erfahrbar.
Lesen Sie dazu auch im Dreh-Blog: Ein Jahr nach der Katastrophe von Duisburg
Restaurierung – Wo liegen die Grenzen?
Montag, 7.5.12, 13:00 • Dienstag, 8.5.12, 17:55
Restaurieren oder Rekonstruieren, immer wieder gestaltet sich die Annäherung an den vermeintlichen “Originalzustand” schwierig. Aktuelles Beispiel ist die Neugestaltung der Frankfurter Innenstadt, die zumindest teilweise wieder aussehen soll wie zur Zeit der mittelalterlichen Kaiserkrönungen. Disneyland oder städtebauliche Identitätsstiftung?
Ebenfalls schwierig ist die Restaurierung alten Filmmaterials. Denn so makellos, wie die Stummfilme heute “wiederhergestellt” werden, konnte man sie zu ihrer Entstehungszeit nie sehen. Selbst wenn die Restauratoren noch so werkgetreu arbeiten – immer wieder müssen sie dabei Entscheidungen fällen, die das Ergebnis verändern.
Restaurator Ulrich Lang führt Dörthe Eickelberg und Pierre Girard heute durch das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main und erklärt seinen Beruf an vielen Beispielen. Eine knifflige Angelegenheit, denn – so lernt das Moderatorenduo – manchmal gehört auch Staubwischen oder das Wechseln einer Glühbirne zu den Herausforderungen eines Restaurators, zumindest bei Moderner Kunst.
Picknick: Leckereien im Freien – War das schon immer so?
Montag, 7.5.12, 17:55
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen sind sie wieder da: die Grillgesellschaften und Pärchen mit Picknickkörben, die die Parks und Wiesen bevölkern. Denn was ist auch romantischer als ein Tête-à-tête auf der Karodecke, umgeben von Leckereien und blühender Natur?
“X:enius” macht einen Ausflug in die Kulturgeschichte des Picknicks. Woher kommt überhaupt die Lust am fürstlichen Schlemmen im Freien? Ist etwa die Mittagsmahlzeit auf dem Feld der geruhsame Vorläufer unseres heutigen Sandwichs-to-go? Und wie sieht eigentlich ein perfektes Picknick heutzutage aus?
Der Begriff kommt übrigens aus dem Französischen von früher: “pic un nic” heißt so viel wie “Schnapp Dir eine Kleinigkeit”. Französische und deutsche Picknick-Klassiker im Gepäck, nehmen Dörthe Eickelberg und Pierre Girard auf der Decke im Berliner Tiergarten Platz und machen dort nicht nur kulinarische, sondern auch andere wissenswerte Entdeckungen.

Wolkenkratzer – Wie sehen die Hochhäuser der Zukunft aus?
Dienstag, 8.5.12, 8:25 • Mittwoch, 9.5.12, 13:00 • Donnerstag, 10.5.12, 17:55

Wie sehen die Wolkenkratzer der Zukunft aus? Noch hält der Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern den Höhenrekord, aber schon tüfteln Architekten und Ingenieure weltweit an neuen Konstruktionen und Materialien, die noch höheres Bauen ermöglichen sollen. Aber Höhe ist nur ein Aspekt, mit dem sich Architekten und ihre Auftraggeber profilieren wollen. Zunehmend haben sie den Ehrgeiz, möglichst umweltfreundliche Riesentürme zu bauen.
In Frankfurt, der Stadt mit der einzigen Skyline Deutschlands, werfen die “X:enius”-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard deshalb einen Blick auf eine neue Generation von Hochhäusern. In denen springt die Klimaanlage nur noch selten an, und die Aufzüge produzieren Energie, statt sie zu verbrauchen. Deshalb rechnet sich die Wolkenkratzer-Hauptstadt Deutschlands gute Chancen aus, 2014 zur “Green Capital” Europas gewählt zu werden. Die Zukunft der Hochhäuser ist grün – und dazu stellt “X:enius” auch sehr ausgefallene Visionen vor, etwa das “vertical farming”, bei dem man Nutztiere in Hochhäusern halten möchte.

Faszination Koi
Mittwoch, 9.5.12, 8:25 • Donnerstag, 10.5.12, 13:00 • Freitag, 11.5.12, 17:55
Sie heißen Karashi oder Tanchu, kommen aus Japan und können den Preis eines Einfamilienhauses erzielen: Kois, auf Deutsch: Karpfen. 20.000 Sammler gibt es in Deutschland, aber auch in Frankreich wächst die Fangemeinde. Eine strenge Auslese aber auch Erfahrung und Gefühl bestimmen, welche Tiere über Jahre gehegt und gepflegt werden um mit ihnen weiterzuzüchten.
Beim japanischen Familienbetrieb Konishi wurde das Wissen um die Zucht schon in drei Generationen weitergegeben. Von Hiroshima aus werden ihre Kois in die ganze Welt geliefert. Das ist logistisch aufwendig, denn die kostbare Fracht darf unter keinen Umständen Schaden nehmen. Schließlich soll der 35 Kilogramm schwere und 110 Zentimeter lange Riesenkoi im Wert von 60.000 Euro gesund in der Schweiz ankommen.
Doch für einen echten Sammler hat der Koi nicht nur einen materiellen Wert – es ist eine Philosophie, diese Tiere zu halten. In Japan ist der Koi auch ein Symbol für Stärke, Glück, Tapferkeit, Erfolg und ein langes Leben. Und zu einem traditionellen japanischen Garten gehört auch ein Teich, idealerweise schwimmen darin Kois.
Die “X:enius”-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard gehen bei einem Koihändler in Frankfurt der “Faszination Koi” nach und erfahren, warum die Spitzenexemplare noch heute aus Japan kommen und welche Kriterien den Wert eines Kois bestimmen. Eine Tierärztin erläutert, wie man die wertvollen Kois vor verschiedenen Krankheiten schützen kann.

Berührungen – Macht Berührungsmangel krank?
Donnerstag, 10.5.12, 8:20 • Freitag, 11.5.12, 13:00
Berührungen spenden Kraft, sie stärken unser Urvertrauen in die Welt. Ob zur Begrüßung, zum Trösten, aus Freude oder aus Liebe: Die Sehnsucht, zu berühren und berührt zu werden, ist tief im Menschen verankert. Vor allem für Babys und ältere Menschen ist Berührung extrem wichtig. Bei Frühchen fördert sie das Wachstum, und einsamen älteren Menschen spendet sie Nähe und Geborgenheit. Schulungen für Eltern und Pflegepersonal lehren, wie man in diesen Lebensstadien richtig berührt.
Was aber passiert, wenn regelmäßiger Körperkontakt fehlt? Krankheiten wie Depressionen, Magersucht oder Übergewicht können dadurch ausgelöst werden. Ein ungewöhnlicher Therapieansatz mit eng am Körper anliegenden Neoprenanzügen wird zur Zeit in diesem Zusammenhang getestet.
Das Moderatorenduo Dörthe Eickelberg und Pierre Girard will mehr über die Macht der Berührung, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Entwicklungen erfahren. Die beiden sprechen mit einem Spezialisten für psychosomatische Dermatologie über Berührungsängste und die eigenen Wünsche nach Nähe oder Abgrenzung. Außerdem testen sie im Selbstversuch: Ist Berührung wirklich ein Glückslieferant?
Lesen Sie dazu auch im Dreh-Blog: Berührung – ein Selbstexperiment

Heilen wie im Mittelalter – Die Geheimnisse der Klostermedizin
Freitag, 11.5.12, 8:25
Glaubt man Filmen wie „Der Name der Rose“, dann könnte man meinen, die Klöster vergangener Zeiten seien der Vorhof zur Hölle gewesen: Misshandlungen und Morde, Aberglaube und Unterdrückung und mit einer bestenfalls primitiven Form von Gesundheitsversorgung. „Völlig falsch“, sagt Johannes Mayer, „seit 1.500 Jahren wird in Klöstern geheilt, geforscht und hocheffiziente Medizin hergestellt.“ Der Wissenschaftler sucht seit 20 Jahren in Klosterbibliotheken nach alten Arzneien. Stellt sie nach den überlieferten Rezepten her und untersucht ihre Wirksamkeit. Mit Erfolg. Immer mehr Mediziner lernen diese Klostermedikamente zu schätzen.
Viele Krankenhäuser eröffnen Abteilungen für traditionelle europäische Medizin oder Klostermedizin. Die Erfolge, insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Asthma, Rheuma oder Neurodermitis sind beachtlich. Trotzdem spielt die Klostermedizin heute nach wie vor nur eine geringe Rolle. Ein Grund dafür, viele Medikamente aus der Klostermedizin etwa werden von den Krankenkassen nicht erstattet. Obwohl sie bei einigen Krankheiten besser wirken als die Produkte der Schulmedizin.
Lesen Sie dazu auch im Dreh-Blog: Kloster, Köche, Kraut und Knoblauch







