Jagd – grausam oder ökologisch notwendig?
Nachdem Sie die heutige Sendung aus dem Lötschental im Schweizer Wallis gesehen haben, was ist Ihre Meinung? Ist die Jagd ein grausamer Freizeitvertreib oder eine Notwendigkeit um das ökologische Gleichgewischt zu erhalten?
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Sie können die Sendung eine Woche lang auf arte+7 ansehen.









29.11.2011 um 18:14
hallo
ich stimme Ihnen in keinster weise zu. die tiere brauchen die menschen nicht – die menschen brauchen die tiere !
das einzige problem welches die erde hat ist der mensch !!!
beste grüße
ulrich
29.11.2011 um 18:20
Guten Abend,
Bevor ich mich tot der Jagd und deren Motwendigkeit auseinander gesetzt habe, war ich wehement dagegen.
Heute seh ich das anders, die Jagd ist wichtig für die Natur, und als Jäger hat man nicht nur die Aufgabe zu schießen.
Das Problem ist, das betrifft aber nicht nur die Jagd sondern alle Lebensbereiche, die Jagd sollte nur von verantwortungsbewussten Personen ausgeführt werden,
den Menschen kann man jedoch trotz Prüfung, nur vor den Kopf schauen.
In Bereichen wo die Natur keine Jäger mehr braucht weil sie sich langsam wieder selbst regulieren kann (ja, nachdem der Mensch in der Vergangenheit eingegriffen hat) sollten es auch keine Schussquoten mehr geben, bzw. langsam herabgesenkt werden. Dann wird sich vielleicht das Beufsbild des Jägers auch ändern müssen.
Lg C. Schick
29.11.2011 um 18:35
Danke für diese interessante Sendung.
Zum Nutzen der Jagd kann ich wenig sagen, dazu fehlen mir die Detailskenntnisse.
Meine Vorgeschichte: Großvater, Onkel, Vetter begeisterte Jäger. Als Kind habe ich die Bücher von Löns, Bergius usw. gelsen -> Jäger waren da etwas Besonderes, die Jagd seit Urzeiten wichtig und fast heilig.
Ich halte wenig von “Jägern”, die dazwischen halten, um Spaß zu haben. Hallo, Hemingway und Co.. Dass wird wenig bewegen. Ich habe z.B. bei beruflichen Aufenthalten in Schottland mehrfach den Treck der Jäger zum Jagen der Moorhühner erlebt. Diese Freude auf das “Abballern” der Vögel… Jagd per Pirsch kann ich verstehem, Treibjagd, naja.
Auf der anderen Seite bitte selbst einen Blick in den Spiegel tun:
Wieviel Millionen Schweine. Rinder, Hühner, was weiß ich werden in der Zeit unserer Anteilnahme geschlachtet, damit wirwas auf dem Teller haben?? Wäre dass nicht eher wichtiger für meine Freunde vom Tierschutz??
29.11.2011 um 18:36
Welche Art der Meinung wollt Ihr hören, die Jagt ist etwas für
Priviligierte Perverse, man stelle sich vor es gäbe nur eine Rasse stärker klüger als die Menschheit dann währen wir es die am Baum ausbludeten!
29.11.2011 um 18:54
Glückwunsch zu dieser Sendung, wenn auch nicht alles so ganz Richtig Rüber kam, zB werden Drück-b.z.w Treibjagten in der Regel nur Einmal Jährlich in einem Revier Betrieben, die z.b auf Schwarzwild auch Bitter nötig ist und immer Wichtiger wird ,was in ihrer Sendung anders Rüber kam. Aber im Kern war es eine sehr Gute Sendung, die uns Jäger mal nicht als Blutrünstige Blödmänner dargestellt hat, auch wenn es diese Leider Leider auch gibt, wie ich zugeben muss. Das Thema wird immer mehr ein Streitpunkt bleiben. Abschliessend muss ich Sagen das ich auch “nur” so ein Hobbyjäger bin, der aber auch 1 Jahr sehr Hart Büffeln musste um das Grüne Abitur zu Bestehen und – es kann ja nicht nur Berufsjäger geben.
Hoffe das war nicht die Letzte Sendung in Dieser Richtung – mit Grüssen W.Perrey
29.11.2011 um 20:21
habe meine Meinung mitgeteilt. wo ist mein Beitrag? Wir hier Kritik einfach nicht veröffentlicht? Wenn das der Fall ist sollte sich Arte schämen!
29.11.2011 um 21:05
Die Sendung gefiel mir gar nicht. Der Beitrag reißt Vieles an, aber bleibt stets vage in den Aussagen. In diesem 7-Minuten Beitrag vom SWR von 2009 kommen ebenfalls beide Seiten zu Wort, aber es wird alles genau auf den Punkt gebracht. Besser also den hier anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=-Ls-m1kDwVY
04.12.2011 um 21:24
Gut gemeint – doch leider viel zu kurz
Die Frage nach der Rechtfertigung der Jagd und ihren Methoden im 21. Jhd. ist selbstverständlich berechtigt und notwendig. Doch wie bei vielen komplexen Themen, an denen viele, sehr verschiedene Interessengruppen teilhaben, ist es unmöglich in 26 Minuten auch nur annähernd einen vollständigen Rundumschlag abzugeben, mit dem der Zuschauer sich dann besser informiert fühlen soll. Zumal bei einem so emotional diskutierten Thema, wie der Jagd.
Zunächst sollte klar sein, dass wir unsere “Umwelt” ohne jagdliche Eingriffe keinesfalls erhalten können. Der Begriff “Umwelt” ist dabei ganz entscheident und nicht, wie im Beitrag geschehen, leichtfertig mit “Natur” zu verwechseln. Natur gibt es Deutschland und Mitteleuropa keine mehr! In den Kernzonen der Nationalparke mit Prozesschutz laufen zwar wieder naturnahe Prozesse ab, doch wird der menschliche Einfluss nie wieder ganz rückgängig gemacht werden können, zumal diese Gebiete Nadelstiche in unserer Kulturlandschaft sind. Kultulandschaft bedeutet, dass wir Menschen die Umwelt überprägt haben, um bestimmte Zwecke zu verfolgen bzw. Ziele zu erreichen. Landwirtschaft und Forstwirtschaft sind die offensichtlichsten davon, die auch meist einem privaten Zweck dienen also von Privatpersonen bestimmt werden. Daneben gibt es aber auch Produkte dieser Kulturlandschaft, die Allgemeingüter sind und als solche oft nicht wahrgenmmen werden. Luft, Wasser, Boden als Ressource, Raum für Erholung um einige zu nennen. Anders gesprochen sind das Ziele der ganzen Gesellschaft. Viele Wildarten, insbesondere das Schalenwild, profitieren von dieser menschlichen Nutzung der Umwelt, da die Verfügbarkeit von energiereicher Nahrung extem zugenommen hat und praktisch das ganze Jahr gegeben ist. Die primäre Begründung bzw. Legitimation für die Jagd besteht nun schlicht darin, das Erreichen dieser Ziele, privater wie gesellschaftlicher, sicherzustellen. Es stimmt schon, dass die Tiere auch ohne Jagd überleben würden, wenn man mal von Epidemien in Überpopulationen absieht. Aber darum geht es nicht. Eine Abweichung von einem definierten Ziel ist ein Schaden. Und der soll vermieden werden. Ohne jagdliche Regulation würden sich viele Wildarten derart vermehren, dass Land- und Forstwirtschaft bzw. die Nutzung unserer natürlichen Ressourcen generell, wie wir sie kennen, und auf die die Gesellschaft angewiesen ist, nicht möglich wären. Daher ist es absolut unverzichtbar, dass Land- und Forstwirte von Berufs wegen Jagd betreiben, wofür sie von der Gesellschaft auch Respekt und Anerkennung verdienen.
Der ethische Aspekt kommt zum Tragen, wenn andere Motivationen für die Jagd ins Spiel kommen. Ein Rechtsanwalt oder ein Zahnarzt muss von Berufs wegen nicht jagen. Das heißt nicht, dass er kein moralisches Recht dazu hat. Auch Jäger, die keine Land- oder Forstwirte sind können sehr “passioniert” sein, wie es in Jägerkreisen oft heißt. Sie müssen es sogar, denn Passion ist die Grundlage für professionelles, verantwortungsbewußtes Handeln. Was jedoch nicht geschehen darf ist, dass die Wildbestände an diese freizeitlichen Jagdwünsche, gegen Bezahlung (nach oben) angepasst werden. Diese Art der Jagd ist selbstverständlich ethisch abzulehnen und davon abgesehen schlicht ungesetzlich (s. BundesJagdG und die Waldgesetze der Länder)! Herr Brückner vom Tierschutzbund hat in dieser Hinsicht Recht, wobei seine Meinung sicher auch verkürzt dargestellt wurde, was an der mehrfach eingeblendeten Literatur auf seinem Schreitisch deutlich zu erkennen war (“Jagdwende” von Wilhelm Bode und Elisabeth Emmert – sehr zu empfehlen!).
Es ist also sorgfältig zwischen den Motivationen für die Jagd und den entsprechenden Akteuren zu unterscheiden!
Ein letztes Wort zu den Drückjagden. Angenommen das Ziel eines Waldbesitzers oder Bauerns bestehe darin auf einer Fläche von 100 ha pro Jahr 10 Rehe zu erlegen. 10 Rehe sind auf 100 ha mit EINER Drückjagd kein Problem. Rechnen Sie dagegen wie viele Ansitze sie für 10 Rehe bräuchten und urteilen Sie selbst. Denn eines darf nicht vergessen werden: Ansitz bedeutet ebenfalls Präsenz im Revier und ebenfalls Beunruhigung. Man sollte lieber die Frage stellen warum es kein gesetzlich verpflichtendes Schießtraining für Jäger gibt oder warum immer noch Schonzeitenregelungen existieren, die jeglicher Wildbiologie widersprechen und saubere Schüsse auf Drückjagden unnötig erschweren. Die Situation des Jägers im Beitrag war ein perfektes weil alltägliches Paradebeispiel.
In der Tat, das Bild der Jagd und der Jäger in Deutschland muss sich ändern. Geschieht dies so, wie es in den Wald-, Naturschutz, Tierschutz und natürlich Jagdgesetzen vorgesehen ist, brauchen die Jäger eine Debatte um Sinn und Zweck ihres Handwerks nicht zu fürchten.
04.01.2012 um 16:25
Total Klasse!!!!!
Bin sehr froh über 13h Wiederholung meiner Lieblingssendung