Steht die Mauer in den Köpfen noch?
Die Antwort von Karin Merkner (Einwohnerin Mödlareuth, West) und Heiner Wehr (Einwohner Ost). Reagieren Sie auch.
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Tags: Berlin, Mauer, Mödlareuth
Dieser Artikel wurde am 09.11.2009 um 09:37 erstellt und ist in der Kategorie Aktuelles, Dörthe & Pierre, Originelle Fragen abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.







09.11.2009 um 17:29
Hi,
die Mauer in den Köpfen der deutschen wird noch eine ganze Weile andauern.
Voralldingen die ältere Generation sieht es so, außerdem so lange es noch Unterschiede wie lohn zwischen Ost und west bleibt wird es nicht so schnell das die Mauer in den Köpfen weg fällt.
Vorurteile bleiben so lange bist die nächten Generationen nicht mehr wissen das es eine DDR gab und von den Unterricht werden unsere Kinder nicht schlauer werden.
Irgendwann wir die Mauer in den Köpfen nicht mehr existieren aber das werde ich wohl nicht mehr erleben.
09.11.2009 um 17:37
Je pense qu’il existe encore aujourd’hui le mur dans la tête. A l’école on parle souvent de ca pendant la classe d’allemand et pour moi même, qui suis franco-allemande c’est un thème important. Le mur c’est un morceau d’histoire comme le temps des nazis et même si je n’ai pas vécu l’Histoire, le mur est toujours présent dans mon quotidien. Avec mes amis j’en parle assez souvent et je lis aussi beaucoup d’articles ou livres à ce sujet.
09.11.2009 um 17:59
Eine Stadt Berlin!
Ein Bundesland!
Kaum noch Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten.
Zwei unterschiedliche Gehaltsklassen für Arbeitnehmer!
Tarif Ost!
Tarif West!
und Keiner redet davon, dass es das in absehbarer Zeit nicht mehr gibt!
Ich bin 53 Jahre alt und habe als kleiner Junge auf der Weddinger Seite der Bernauer Str. bei meinem Vater an der Hand gesehen, wie die Mauer gebaut wurde und vor zwanzig Jahren an der Bornholmer Brücke die Öffnung erlebt. Ich habe mich damals über die Wiedervereinigung gefreut und freue mich auch heute noch das der Status Quo nicht mehr existiert und man ungezwungen das schöne Umland nutzen kann. Allerdings muss man auch erwähnen, dass ein Arbeiter im Westen am Monatsende im Verhältnis mehr im Geldbeutel hatte als heute. Mit der Wiedervereinigung kamen in immer größeren Maße die Leiharbeitgeber (Sklavenhändler) zum Zuge. Immer mehr Arbeitgeber traten aus dem Arbeitgeberverband aus und mussten sich dem zufolge nicht mehr an gewerkschaftliche Tarife halten. Die Folge daraus wurden massenhafte unsichere befristete Arbeitsverhältnisse, Ausbeutung durch Leiharbeit, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld mehr, steigende Steuern und Sozialabgaben, Wegfall der Berlinzulage, für die ehemaligen DDR-Bürger der sichere Arbeitsplatz, sinkende Renten, teurere aber auch schlechtere ärztliche Versorgung, wegen Personalprobleme schlechtere Serviceleistungen.
Fazit: Das wir wieder ein Volk sind finde ich prima und ist für mich im Gegensatz zur willkürlichen Teilung immer normal gewesen.
Alles andere vorher bereits erwähnte ist auf dem Mist der Politik aller Couleur gewachsen.
Ronald Stech
16.11.2009 um 15:18
Ich bin seit etlichgen Jahren als “Wessi” mit einer Frau aus dem “Osten” verheiratet und habe im ganzen Verwandten-und Bekanntenkreis keinen Geddanken gehört, der noch von der Mauer spricht.
Was aber m.E. dringend ist, die Unterschiede bei Bezahlung etc. nun endlich abzustellen.
19.11.2009 um 19:28
Ich bin 25 Jahre alt, war fünf als die Mauer fiel und kann mich eigentlich nicht wirklich an die Zeit vor der Einheit erinnern. Ich glaube das geht vielen in meiner Generation so und wird in der nächsten Generation noch stärker. Mein kleiner Bruder ist jetzt 17. Er kennt nur das `eine`Deutschland. Thälmann-Pioniere und
Arbeiter- und Bauernfakultät sind für ihn Fremdwörter.
Ich glaube die Mauer in den Köpfen wird solange existieren, wie es Menschen gibt, die unter der Diktatur der DDR gelitten haben, in welcher Form auch immer. Ich bin froh, dass meine Erfahrungen mit der DDR eigentlich alle aus Geschichten, oder Filmen stammen.
Für mich persönlich ist die Mauer allerdings kein Thema. Ich habe Freunde als den Alten – und aus den Neuen Bundesländern. Und finde nicht, dass es zwischen ihnen Unterschiede gibt.
10.12.2009 um 09:48
Mauer im Kopf
06/1989 war ich schon in Bayern (LKR: SAD), dort hatte ich wegen meiner Kontaktfreudigkeit gleich schnell zwei Freunde gefunden die mich eher als Exoten (wie ein wildes Tier aus dem Dschungel) ansahen und doch akzeptierten (tolerierten?) einige Monate nach der Grenzöffnung sagte mir einer dieser Freunde, Thomas wir mögen Dich aber die OSSIS sind für uns hier in Bayern nichts anderes als die Rumänen Polen oder Slovaken ebend auch.