Peter Prautzsch - Der X:enius Jingle im Remix
01.09.2010 | von arteWie in der heutigen Sendung versprochen, könnt ihr hier nochmal in den Mix von Peter Prautzsch reinhören.
Wie in der heutigen Sendung versprochen, könnt ihr hier nochmal in den Mix von Peter Prautzsch reinhören.
Zutaten
2 Rinderfilet à 200g
250g Brokkoli
50ml Masala
300g blaue Trüffelkartoffeln
etwas Butterschmalz zum braten
Salz, Pfeffer
Rinderfilet von beiden Seiten pfeffern und salzen. Butterschmalz in einer schweren Pfanne erhitzen und die Steaks scharf anbraten. Nach 2 Minuten wenden. Nochmal 2 Minuten braten. In den vorgeheizten Ofen bei 160 Grad/Umluft 8-9 Minuten weitergaren. Herausholen und mit Alufolie abdecken und 2 min. ruhen lassen. Die Pfanne nochmal aufsetzen und den Bratensatz mit Masala ablöschen. Einige Flocken Butterschmalz dazu geben und etwas einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Steak jetzt nochmals würzen und schnell servieren.
Brokkoli
Einen Topf mit reichlich Salzwasser aufsetzen und das Wasser zum kochen bringen. Die einzelnen Brokkoliröschen ca. 8 min. darin kochen lassen. Herausheben und kurz unter fließendem kalten Wasser abbrausen.
Zutaten für die Hollandaise
3 Eigelb
Salz
Zitronensaft einer Zitrone
50 ml Weißwein
1 Lorbeerblatt
1 Schalotte
Pfeffer
250 g Butterschmalz
Weißwein und die Schalottenwürfelmit dem Lorbeerblatt in einem Topf auf ein Drittel der Menge einkochen und abkühlen lassen, durch ein Sieb gießen. Diese Reduktion mit 3 Eigelben verrühren und im Wasserbad bis zu einer Temperatur von ca. 65°C schaumig schlagen.
Butterschmalz zerlassen. Das flüssige Butterschmalz zuerst Tröpfchenweise, dann etwas schneller unterschlagen. Dabei auf jeden Fall ununterbrochen Rühren, damit eine klumpenfreie homogene Sauce Hollandaise entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
In Französisch Guayana erinnert man sich sehr schnell wieder daran, wer auf Erden eigentlich das letzte Wort spricht. Eine vorschnelle Bewegung, und schon straft einen die Hitze mit Schweißausbrüchen. Ein Moment der Muße, und schon senkt sich ein sintflutartiger Regenfall über alles, was nicht in Deckung gehen kann.
Die Erde, auf der man sonst so achtlos herumtrampelt, ist über und über bewohnt von Lebewesen, die sich, wenn’s sein muss, durch Stechen und Bohren bemerkbar machen. Und selbst die Wellen an der Küste machen keine halben Sachen.
So bäumt sich hier die Natur zur vollen, unverstellten Größe auf.
Aber die Natur schenkt auch unvergessliche Momente: Das Bad im Fluss bei Nacht, wenn sich der Mond im Wasser sonnt und die Frösche in den Bäumen hängen – dann macht es unterwasser nur noch glückglückglück….
Übrigens, für dieses Phänomen gibt es sogar einen wissenschaftlichen Namen: Biophilie.
Heute besuchen wir Reisbauern in Mana, im Westen Französisch-Guayanas.
Mayday, mayday…




Vor der Küste Cayennes liegt die L’ile de la Mère. Das ist der offizielle Titel. In Französisch- Guyana kennt man die Insel auch unter dem Namen “Insel der Affen.” Denn diese Insel gehört den Affen. Kleine, zierliche Primaten, vom Körperbau her befellten Eidechsen ähnlich, putziges Gesicht, gelenkig, federleicht, flink - und sehr, sehr nassforsch. Die Affen haben hier Narrenfreiheit. Das war nicht immer so: Noch vor wenigen Dekaden war diese schöne Insel ein sehr trauriger Ort - keine Insel der Affen, sondern der Affenversuche. Nachdem die Pharma- Industrie sich wieder zurück gezogen hatte, übernahmen die Nachfahren der Affen das Kommando. Kein Mensch durfte die Insel betreten. Das hat sich vor kurzem geändert: Tagsüber dürfen kleine Gruppen an Besuchern auf die Insel.
Schon am Steg wird man von einem Affen- Begrüßungskommitee erwartet, wie putzig! Aber sagen wir es ehrlich: die menschlichen Besucher werden umstellt. Denn die Bewohner der Insel wissen: Kommt Besuch, gibt es - Mittagessen. Und wenn die Besucher dieses Mittagessen nicht ungefragt rausrücken, müssen die Affen es sich eben holen. Da muss man schon mal in Deckung gehen. Ich war mit Eva Schmidt, unserer Xenius- Regisseurin, auf der Affen- Insel. Eva hat schnell erkannt, welcher der einzige sichere Ort für sie ist, um eine Portion Couscous zu essen: im Wasser. Denn klettern und klauen und Taschen durchsuchen können die Affen sehr wohl, nur schwimmen müssen sie noch lernen.
Ich habe sie gewähren lassen und mit ihnen ein paar Snacks geteilt. Nicht alle Tage kommt man ja dazu, mit Affen an einem Tisch zu sitzen. Und nach all dem, was ihre Vorfahren durchgemacht haben, sei ihnen hier und da ein unbewaffneter Raubüberfall gegönnt.
Die russische Rakete Sojus soll demnächst aus Französisch-Guayana starten: Während sich die Startrampe in Baikonur mit einer Geschwindigkeit von 1.100 Kilometer pro Stunde bewegt, ist die in Sinnamary aufgrund der Erdrotation rund 500 Kilometer schneller. Doch was halten die Einwohner davon?
Wir haben es leider in Kourou verpasst, aber für Sie haben wir jetzt die schönste Bilder gesammelt…


Cayenne, Französisch- Guyana. Schon am Flughafen ahnten wir, dass wir wortwörtlich eine andere Zeitzone betreten hatten - bald würden wir schon ein paar Gänge herunter schalten, und wir würden es gern tun. Die Hitze diktierte hier den Takt, in dem sich alles bewegt.
Auf dem Weg zum Drehort folgten wir einer gut asphaltierten Straße, die sich unendlich lang duch die Palmenhaine zog. Über Stunden zählten wir die Bäume wie Schafe vor dem Einschlafen. Es war ruhig, angenehm ruhig. Jedes Geräusch, das wir wahrnahmen, konnten wir zum Usprung zurück führen: das Öffnen der Autotür, die Stimmen der Menschen, die auf dem Bürgersteig gegenüber saßen und etwas aus der Garküche aßen, das Rascheln der Plastiktüten.
Dazu, weiter weg, die Rufe der Regenwald- Bewohner. Jeder Schritt wurde begleitet von einem ganzen Orchester an Fröschen, Kröten, Vögeln, Grillen und Zikaden. Selten sahen wir die Urheber, aber immer waren sie zu hören.
Pünktlich um 18:45 brach die Nacht ein über uns. Von einer Minute zur nächsten, als hätte jemand am Himmel das Licht ausgeknipst, wurde es stockfinster. Die Tiere blieben noch eine Weile wach, bis alles langsam still wurde. Erst ganz spät, im Toten Winkel zwischen Nacht und Tag, meldeten sich mit einem kehligen Grollen die Brüllaffen zu Wort.